Der Erbschein – notwendiger Nachweis für die Nachfolger

In vielen Familien wird es ohne die Ausstellung eines Testamentes gehandhabt, dass die Eltern, Großeltern, Tanten oder Onkel im Falle ihres Ablebens ihren Angehörigen alles hinterlassen, was in ihrem Besitz war. Ein Testament ist zwar nicht zwingend vorgeschrieben, es kann das Erben jedoch sehr erleichtern. Auch wenn keine Reichtümer vorhanden sind, die Auflösung der Wohnung, der Verkauf von Gegenständen oder die Verteilung von persönlichen Dingen ist nicht in allen Fällen problemlos möglich. Ein Testament sorgt dafür, dass der sprichwörtliche Letzte Wille des Verstorbenen geachtet und eingehalten wird. Fehlt dieses Dokument, muss ein Erbschein beantragt werden, damit die notwendigen Formalitäten und die nötigen Dinge geregelt werden können.

Bildquelle: shoot4u – Fotolia.com

Die gesetzlichen Vorschriften

Hat der Verstorbene kein Testament hinterlassen oder ist dies ungültig, muss die gesetzliche Erbfolge durch einen Erbschein nachgewiesen werden. Im Erbscheinverfahren nach §§ 2353 ff. BGB ist festgehalten, dass das zuständige Nachlassgericht demjenigen, der die Erteilung des Erbscheines beantragt und somit Ansprüche als gesetzlicher Nachfolger des Verstorbenen stellt, einen Erbschein ausstellen muss. Dazu muss der Antragsteller folgende Angaben machen:

  • die Angaben über Zeitpunkt des Todes des Erblassers
  • Angaben darüber, in welchem Verhältnis er zum Verstorbenen stand
  • welche weiteren Personen vorhanden sind
  • ob der Erblasser Verfügungen gemacht hat
  • ob ein Erbrechtsstreit anhängig ist

Die Fakten müssen jedoch nicht nur erklärt werden, auch die erforderlichen Nachweise müssen erbracht werden. Diese können in Form des Familienstammbuches, Heiratsurkunden, Geburtsurkunden oder bei geschiedenen Partnern auch die Scheidungsurkunde vorgelegt werden.

Wozu wird ein Erbschein benötigt?

Besonders Geld- und Rechtsgeschäfte können ohne die Vorlage einer solchen Urkunde nicht vorgenommen werden, schon die Geldabhebung auf dem Girokonto des Verstorbenen ist ohne Erbschein nicht möglich. Auch das versprochene Häuschen im Grünen kann der Erbe nicht in sein Eigentum übernehmen, wenn der Erbschein nicht vorgelegt werden kann. Durch die Vorlage eines Testamentes wären diese Aktivitäten kein Problem, auch ein Erbvertrag dient dem gleichen Zweck. Da die Verfassung eines Testamentes jedoch bestimmten formellen Regeln unterliegt und diese nicht jedem Erblasser bekannt sind, kann es vorkommen, dass trotz vorhandenem Testament ein Erbschein beantragt werden muss.

Der Erbschein muss bei dem Nachlassgericht beantragt werden, in dessen Zuständigkeitsbereich der Verstorbene zuletzt gelebt hat. Er kann auch durch einen Notar angefordert werden. Hierfür sind natürlich Gebühren fällig, die sich nach dem Wert der materiellen und immateriellen Güter des Verstorbenen richten. Diese werden einmal dann fällig, wenn das Dokument ausgestellt wird. Eine weitere Gebühr wird erhoben, falls der Erbe die erforderliche eidesstattliche Erklärung abgibt. Per Gesetz sind unterschiedliche Arten des Erbscheins geregelt, weil es auch unterschiedliche Arten des Erbens gibt. Zum Beispiel wird für die Alleinerbschaft oder die Teilerbschaft je ein anderer Erbschein ausgestellt.

Wenn Sie nun schnell und sicher eine geerbte Immobilie verkaufen wollen, ist es vorab wichtig den richtigen und realistischen Verkaufspreis zu ermitteln. Denn: Setzen Sie diesen zu hoch an, wird die Immobilie zum Ladenhüter – verkaufen Sie zu günstig, verlieren Sie Geld.

Was ist der beste Verkaufspreis?

Schnelle Antwort liefert die Gutachterdatenbank mit wohnortgenauer Wert-Einschätzung:


Um welche Immobilie handelt es sich?

Bitte klicken Sie auf das Symbol!

Welche Fläche hat das Grundstück?

 

Ist das Grundstück erschlossen?

Wie sind die Bebauungsmöglichkeiten?

Wie ist der Grundstückszuschnitt?

Postleitzahl oder Ort

In welcher Region befindet sich die Immobilie

Fast geschafft

Wer soll die kostenlose Bewertung erhalten?

Vielen Dank für Ihre Angaben!

Sollten wir noch Fragen zur Bewertung Ihrer Immobilie haben, melden wir uns bei Ihnen telefonisch.

Welche Fläche hat das Grundstück des Hauses?

 

Wie ist die gesamte Wohnfläche des Hauses?

 

Wie viele Zimmer hat das Haus? (ohne Küche und Bad)

 

Wann wurde das Haus gebaut ?

 

In welchem Zustand befindet sich die Immobilie?

Postleitzahl oder Ort

In welcher Region befindet sich die Immobilie

Fast geschafft

Wer soll die kostenlose Bewertung erhalten?

Vielen Dank für Ihre Angaben!

Sollten wir noch Fragen zur Bewertung Ihrer Immobilie haben, melden wir uns bei Ihnen telefonisch.

Wie ist die Wohnfläche der Wohnung?

 

Wie viele Zimmer hat die Wohnung? (ohne Küche und Bad)

 

Wann wurde das Wohnhaus gebaut?

 

In welchem Zustand befindet sich die Immobilie?

Postleitzahl oder Ort

In welcher Region befindet sich die Immobilie

Fast geschafft

Wer soll die kostenlose Bewertung erhalten?

Vielen Dank für Ihre Angaben!

Sollten wir noch Fragen zur Bewertung Ihrer Immobilie haben, melden wir uns bei Ihnen telefonisch.

Welche Fläche hat das Grundstück des Gewerbes?

 

Wie ist die Nutzfläche des Gebäudes?

 

Wann wurde das Gewerbegebäude gebaut?

 

Welche Parkmöglichkeiten sind am Gewerbe vorhanden?

Postleitzahl oder Ort

In welcher Region befindet sich die Immobilie

Fast geschafft

Wer soll die kostenlose Bewertung erhalten?

Vielen Dank für Ihre Angaben!

Sollten wir noch Fragen zur Bewertung Ihrer Immobilie haben, melden wir uns bei Ihnen telefonisch.

Auch wenn Sie sich noch unsicher sind, ob Sie verkaufen wollen, erhalten Sie hier garantiert wichtige Erkenntnisse.

Die Fristen im Zusammenhang mit einem Erbschein

Nach dem Gesetz geht die Erbschaft auf den Erben über, er kann sie innerhalb einer Frist von 6 Wochen ablehnen. Grundsätzlich wird der Erbschein nur ausgestellt, wenn der Antragsteller das Erbe annimmt. Für die Annahme des Erbes sollte die Ausschlagungsfrist beachtet werden, besonders, wenn anzunehmen ist, dass die Erbschaft mit Schulden behaftet ist. Diese Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem der Erbe von einem Nachlass Kenntnis bekommen hat. Innerhalb der nächsten 6 Wochen hat er Zeit, sich gegen die Annahme des Erbes zu erklären. Nach Ablauf dieser Frist geht das Erbe automatisch an den oder die gesetzlichen Erben über.

Handelt es sich um minderjährige Erben oder ist zu erwarten, dass Streitigkeiten um den Nachlass entstehen, kann der Erblasser zu Lebzeiten einen Testamentsverwalter beauftragen. Dieser kann dann den Erbschein beantragen, in diesem Fall wird dann darin vermerkt, dass eine Testamentsvollstreckung vorgesehen ist. Während der Dauer dieser Testamentsvollstreckung können die Erben nicht über die zugedachten Gegenstände verfügen.

Folgende Fristen müssen im Erbrecht beachtet werden, da sonst der Anspruch auf das Erbe verjähren kann:

  • durch den Eintritt der Erbrechtsreform wurde die Verjährungsfrist auf 3 Jahre gekürzt
  • Nicht in Anspruch genommene Pflichtteile verfallen grundsätzlich nach 3 Jahren

Mit dem 31.12.2012 sind diejenigen Erbfälle mit Todesfall vor dem 01.01.2010 von der Verjährung betroffen, weil die Erbrechtsreform vom 01.01.2010 auf 3 Jahre abgekürzt wurde.  Dadurch sind nun auch die sogenannten Altfälle verjährt. Eine Möglichkeit der Verjährungsunterbrechung wäre die Erhebung einer Klage vor Gericht.

Ist der Erbschein kostenlos?

Diese Frage kann man mit einem klaren ‘Nein’ beantworten. Für die Ausstellung des Erbscheins werden Gebühren fällig, die sich nach der Höhe des Erbes richten und ist der jeweiligen Kostenordnung festgesetzt sind.

Oft möchten Erben diese Gebühren und damit auch die Notwendigkeit des Erbscheins umgehen zum Beispiel mit entsprechenden Vollmachten. Doch Achtung: Solche Vollmachten bieten aufgrund der Formulierungen keine Rechtssicherheiten und sichern in keinem Fall das Erbe.

Die Gebühren für die Erteilung des Erbscheins richten sich nach dem Nachlasswert und werden im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt.
Geben Sie bitte nun den Nachlasswert abzüglich der Erblasserschulden an.

Erbfallschulden werden hingegen nicht abgezogen. Dazu gehören z.B. die Beerdigungskosten, ebenso wie alle anfallenden Gebühren, die Erbschaftssteuer, die Kosten für einen Nachlasspfleger und die Testamentseröffnung.

Wenn es nur um das Erbrecht als Miterbe geht, geben Sie bitte den Nachlasswert gemäß der Erbquote an, um die Kosten für einen sogenannten Teilerbschein zu erhalten.

Veröffentlichungen:

Empfohlen von:

2018-08-17T07:13:11+00:00