Die 10 größten Testamentsirrtümer – Was Sie über das Testament wissen müssen

„Wer früher stirbt, ist länger tot“. Inwieweit dieser Spruch als Irrtum, Glaube oder sonst was zu beurteilen ist, bleibt jedem selbst überlassen. Gerade im Erbrecht und dort, wo es um Leben und Tod geht, gibt es unglaublich viele, überraschende, abergläubische und irgendwie auch pessimistische Ansichten. Wir haben eine Reihe solcher Aspekte für Sie zusammengetragen.

1. Irrtum: Wer ein Testament errichtet, rechnet mit seinem Ableben

Wer ein Testament errichtet, tut dies nicht unbedingt in der Erwartung oder dem Glauben, dass er mit seinem baldigen Ableben rechnet. Auch in jungen Jahren kann es durchaus empfehlenswert sein, ein Testament zu errichten. Jeder, muss in jedem Lebensalter damit rechnen, dass er in einen tödlichen Unfall verwickelt oder mit einer unheilbaren Krankheit konfrontiert wird. Mit dem Alter hat dies nichts zu tun. Ein Testament sichert oft den Ehepartner ab, der gerne als Alleinerbe eingesetzt wird, während die Kinder als Nacherben vorgesehen sind. Testieren ist Vorsorge. Damit den eigenen Tod in Verbindung zu bringen, erscheint eher willkürlich.

2. Irrtum: Es ist viel zu schwierig, ein Testament formsicher zu gestalten

Testamente sind, zumindest wenn Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse überschaubar sind, relativ einfach formsicher zu gestalten. Wäre dem anders, dürfte kaum jemand ein Testament verfassen. Möchten Sie die gesetzliche Erbfolge abändern, genügt es im Grunde, dass Sie Ihren Wunscherben bestimmen und angeben, wer was von Ihrem Nachlass erben soll. Wenn Sie das Testament dann noch handschriftlich formulieren und unterschreiben, sind Sie auf dem richtigen Weg.

3. Irrtum: Testamente sind nicht widerruflich

Sie können Ihr Testament jederzeit widerrufen. Sie sind und bleiben Herr Ihrer Entscheidungen. Widerrufen Sie ein früher erstelltes Testament, können Sie im gleichen Augenblick ein neues Testament errichten und darin völlig neu und anders attestieren. Niemand kann Ihnen insoweit Vorschriften machen.

4. Irrtum: Mein Ehepartner erbt immer alles

Richtig ist, dass Ehepartner gesetzliche Erben sind. Alleiniger Erbe ist der Ehepartner jedoch nur dann, wenn es sonst keine anderen gesetzlichen Erben gibt. Sind gemeinsame Kinder vorhanden, erben auch die Kinder mit. Lebt ein Elternteil des verstorbenen Ehepartners noch, erbt auch der Elternteil und ersatzweise die Geschwister des Verstorbenen. Ansonsten erbt der Ehepartner nur dann alles allein, wenn Sie ein Testament errichtet oder einen Erbvertrag notariell beurkundet haben, in dem Sie den Partner als alleinigen Erben eingesetzt haben. Sind pflichtteilsberechtigte Personen vorhanden (Kinder und Enkelkinder) haben diese zumindest Anspruch auf den Pflichtteil.


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5. Irrtum: Ich bestimme meinen Hund zum Alleinerben

Tiere können nichts erben. Sie können Ihren Hund nicht zu Ihrem Erben bestimmen. Ihr Testament wäre insoweit gegenstandslos. Tiere sind keine Rechtssubjekte und damit nicht in der Lage, rechtsgeschäftlich zu handeln. Ihr Hund könnte Ihr Erbe nicht annehmen und erst recht nicht ausschlagen. Wenn Sie Ihren Hund bedenken möchten, können Sie Ihren gesetzlich oder testamentarisch bestimmten Erben lediglich verpflichten, für das Tier zu sorgen. Im Testament wäre dann eine entsprechende Auflage vorzusehen.

6. Irrtum: Ich schreibe mein Testament zeitgemäß mit dem Computer

Testamente sollten möglichst fälschungssicher erstellt werden. Deshalb schreibt das Gesetz ausdrücklich vor, dass Sie als potentieller Erblasser Ihr Testament handschriftlich, also persönlich mit der eigenen Hand, zu Papier bringen und mit Ihrem Namen unterschreiben müssen. Schreiben Sie Ihr Testament mit dem Computer oder der Schreibmaschine, fehlt es genau an dieser Voraussetzung. Ihre Unterschrift unter dem Text allein genügt nicht.

7. Irrtum: Ich habe mein Sohn enterbt. Er bekommt absolut nichts.

Landläufig und in Fernsehfilmen werden Erben gerne „enterbt“. Damit ist meist die Vorstellung verbunden, dass dieser Erbe vollkommen leer ausgeht. Diese Vorstellung ist insoweit falsch, als es sich um einen gesetzlichen Erben handelt. Gesetzliche Erben sind vornehmlich Ihr Ehepartner und Ihre Kinder. Sie können zwar solche gesetzlichen Erben testamentarisch von Ihrem Erbe ausschließen. Als gesetzlichem Erben verbleibt dieser Person aber immer der Pflichtteil. Der Pflichtteil führt dazu, dass der Erbe keinen Anspruch auf einzelne Nachlassgegenstände hat. Er kann vom Erben nur verlangen, dass ihm Bargeld ausgezahlt oder dass ihm in Absprache mit dem Erben bestimmte Nachlassgegenstände überlassen werden. Wirklich vollständig enterben können Sie einen gesetzlichen Erben nur dann, wenn einer der im Gesetz ausdrücklich geregelten Ausnahmefälle begründet ist. Typisches Beispiel ist, dass ein gesetzlicher Erbe dem Erblasser nach dem Leben trachtete und sich deshalb als erbunwürdig erwiesen hat und insoweit tatsächlich vollständig enterbt werden kann. In diesem Fall wird ihm nämlich auch der Pflichtteil entzogen.

8. Irrtum: Meine Schwarzgeldkonten gehen meinen Erben nichts an

Sollten Sie als Erblasser Schwarzgeldkonten im Ausland unterhalten, sollten Sie Klarheit schaffen. Ihr Erbe wird Ihr Rechtsnachfolger. Damit steht der Erbe auch steuerrechtlich in der Verantwortung, ob er will oder nicht. Sie sollten sich keineswegs darauf zurückziehen, dass die Schwarzgeldkonten den Erben nichts angehen. Kommt die Wahrheit ans Licht, ist Ihr Erbe gegenüber dem Fiskus verantwortlich. Sie sollten also reinen Tisch machen und dem Fiskus das Schwarzgeldkonto anzeigen. Um die strafrechtlichen Probleme einer Selbstanzeige möglichst auszuschließen, sollten Sie sich steuerrechtlich unbedingt beraten lassen.

9. Irrtum: Ich hinterlasse alles dem Fiskus, insbesondere auch meine Schulden

Hinterlassen Sie keine gesetzlichen Erben oder schlagen Ihre gesetzlichen Erben die Erbschaft aus und bestimmen Sie testamentarisch keinen Erben, wird der Fiskus per Gesetz Erbe. Der Fiskus, vertreten durch das Bundesland Ihres Wohnortes, übernimmt allerdings nur Ihre eventuell vorhandenen Vermögenswerte. Der Fiskus denkt aber nicht daran, auch für Verbindlichkeiten geradezustehen. Ihre Gläubiger haben also keine Möglichkeit, sich am Fiskus schadlos zu halten. Sollten Sie Ihre Verbindlichkeiten zu Lebzeiten regeln wollen, müssen Sie andere Wege finden. In Betracht kommt, dass Sie sich mit Ihren Gläubigern auf Zahlungsvergleiche verständigen oder in letzter Konsequenz die Privatinsolvenz beantragen.

“…Grundbesitz kann nicht verloren gehen oder gestohlen werden,                                                                                                                                       er lässt sich auch nicht wegtragen…”  > zum Grundbesitz-Marktplatz <

10. Irrtum: Ich verzichte auf ein Testament und lebe nach dem Grundsatz: Nach mir die Sintflut

Sie sind natürlich nicht verpflichtet, ein Testament zu errichten. Sie können alles der gesetzlichen Erbfolge überlassen. Damit nehmen Sie aber in Kauf, dass Ihre Erben sich in einer Erbengemeinschaft wiederfinden, in der sie darauf angewiesen sind, einvernehmliche Entscheidungen zu treffen. Ein Miterbe allein kann nichts entscheiden. Hinterlassen Sie Ihren Ehepartner, kann dieser gezwungen sein, beispielsweise Ihr Familienwohnhaus oder Ihr gedeihliches Unternehmen verkaufen zu müssen, nur damit er/sie die anderen Miterben auszahlen kann. Ohne Testament riskieren Sie also, dass sich Ihre Familie heillos zerstreitet und auf Jahre hinaus verfeindet ist. Sie sollten sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, zum Fortbestand des Familienfriedens oder zum Fortbestand Ihres Unternehmens beizutragen.

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2018-09-26T17:36:19+00:00