Nachfolgeplanung:

Nachfolgeplanung – Betriebliche Nachfolge regeln.

Nicht nur Unternehmen gewinnen an Tradition und damit häufig auch an Werten, sondern auch die Unternehmer selbst werden älter. Das bedeutet, irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem die komplette Regelung der Unternehmensnachfolge ein immens wichtiges Thema wird – für den Unternehmer selbst, die Firma und natürlich für den oder die Nachfolger. Prinzipiell ist die systematische Nachfolgeplanung dabei immer auch eine strategische Entscheidung, wenn und weil die Zukunft des Unternehmens gestaltet werden muss. Doch dazu kommt nicht selten auch eine persönliche Komponente. Denn es geht nicht selten um ein Lebenswerk oder um die Ergebnisse langfristiger Geschäftsführung, und es geht durch den Erhalt von Arbeitsplätzen auch um die (materielle) Existenz von Mitarbeitern. Deshalb ist es so wichtig, sich rechtzeitig mit Möglichkeiten und Personen, aber auch mit Risiken und Chancen zu beschäftigen. Die Erbmanufaktur kann in all diesen Fragen ein zuverlässiger Partner sein, der trotz aller Komplexität der Materie eines nicht aus den Augen verliert: Werte zu erhalten.

Über 20.000 Unternehmen suchen jährlich einen Nachfolger

Nun, nicht bei jeder Nachfolgeregelung wird gleich mit Summen im mehrfachen Millionenbereich jongliert. Aber meistens sind schon – zumindest für Otto Normalverbraucher beträchtliche Zahlen und damit konkrete Werte im Spiel. Doch zu diesem oft rein finanziellen Aspekt kommt in nahezu allen Fällen noch der menschliche Faktor hinzu. Denn ca. 95 Prozent von insgesamt rund 3,7 Millionen Unternehmen im deutschen Klein- und Mittelstand werden familiengeführt. In Anbetracht dessen kommt der Unternehmensnachfolge in der Regel noch eine besondere Bedeutung zu. Allerdings, auch wenn es in mancher Hinsicht vordergründig um abstrakte Zahlen geht, geht es immer auch um individuelle Schicksale oder ganze Standorte. Und dies womöglich häufiger, als man vielleicht denkt. Das Institut für Mittelstandsforschung (Bonn) schätzt beispielsweise, dass hierzulande Jahr für Jahr in über 20.000 Unternehmen entsprechende Unternehmensnachfolgen anstehen. Und in den allermeisten Fällen gibt es hier konkreten Handlungsbedarf, um die Interessen aller Beteiligten zu wahren und einen gewünschte Werte-Erhaltung konsequent zu gewährleisten.

Es geht um Werte, die zu übertragen gilt

Denn im Rahmen einer perspektivischen und geregelten Unternehmensnachfolge werden vor allem Werte übertragen beziehungsweise übergeben oder eben schlicht und einfach verkauft. Deshalb gilt es, von Beginn an sowohl einen realistischen Unternehmenswert zu ermitteln wie auch genau zu wissen, welche aktuellen und zukünftigen Verpflichtungen für die Firma bestehen.Dazu zählen unter anderem:

  • kaufmännische Vorgänge
  • Standort- und infrastrukturelle Kostenfaktoren
  • vertragliche Regelungen
  • bestehende Kreditlinien
  • Liefer-, Service- oder Wartungsaufträge
  • langfristige Pensionsverpflichtungen (Stichwort GGF-Versorgung)

Schließlich können derartige Größen einen beträchtlichen Einfluss auf den Übertragungswert, beziehungsweise auf einen möglichen Kaufpreis oder Verkaufspreis haben. Ebenso ist es vorstellbar und es kommt auch hin und wieder vor, dass im Prozess der Unternehmensnachfolge selbst ernsthafte Kaufinteressenten von ihren Absichten sogar zurücktreten, falls keine Klarheit über bestehende Kostenaspekte besteht. Genauso gut könnten auch später – das heißt selbst im Nachhinein – sowohl langwierige als auch kostspielige juristische Auseinandersetzungen drohen. Doch welcher Unternehmer möchte sich dadurch schon den wohl verdienten Ruhestand verderben lassen?

Welche Vorgehensweise empfiehlt sich?

Grundsätzlich empfiehlt es sich, systematisch vorzugehen. Denn das Thema ist zu komplex für eine einfache Abwicklung. Zumal davon auszugehen ist, dass in einer Vielzahl von Betrieben tatsächlich viel Unklarheit und damit ganz real dringender Handlungsbedarf bei der Unternehmensnachfolge besteht. Das liegt auch daran, dass die Mehrzahl der betroffenen Unternehmer noch immer die Auseinandersetzung mit diesem Thema aufgrund der Komplexität scheut. Doch damit werden Prozesse nur aufgeschoben und wichtige Entscheidungen oft nicht rechtzeitig angeschoben.Ganz oben auf der Agenda sollte deshalb die Grundsatzentscheidung stehen – worauf soll die Nachfolgeplanung basieren? Denn auf der Antwort auf diese Frage bauen alle weiteren wichtigen Schritte, Strukturen und Prozesse auf. Zu den gängigen Varianten der Nachfolgeregelung zählen beispielsweise der Verkauf gegen Einmalzahlung oder auch gegen wiederkehrende Leistungen wie zum Beispiel eine Rente, eine vertraglich fixierte Ratenzahlung oder anderweitige finanzielle Regelungen. Bei Familienbetrieben wiederum wird oft auch eine Unternehmensnachfolge im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge bevorzugt. Oder aber es kommt im einvernehmlichen Rahmen zu einer schrittweisen Übertragung auf Familienmitglieder. Zu diesem Zweck erfolgt dann meist die Gründung einer Personen- oder Kapitalgesellschaft.

Nachhaltige Nachfolgeplanung schaut auf Schlüsselpositionen

Sollte sich jedoch im familiären Kreis kein Nachfolger oder eine Nachfolgerin anbieten oder ergeben, gilt es extern nach einem geeigneten Kandidaten zu suchen. Und weil es sich hierbei um eine Schlüsselposition handelt, sollten keine Kompromisse eingegangen werden. Denn von der Qualifikation und der Eignung des Nachfolgers hängt ganz wesentlich die Zukunft des Unternehmens ab. Der Nachfolger muss also quasi alle für wichtig befundenen Fähigkeiten und Eigenschaften besitzen, die notwendig sind, um ein Unternehmen (weiterhin) erfolgreich zu führen. Doch in diesem Prozess wird häufig eine wesentliche Voraussetzung nur gering beachtet: Die im Zuge einer Nachfolge zu besetzenden Schlüsselpositionen müssen genau identifiziert und rechtzeitig in die gesamte Planung einbezogen werden. Dabei gilt es neben dem Blick auf das Potenzial im Unternehmen vorhandener Führungskräfte eben auch, den personellen Markt im Auge zu behalten. Das trifft übrigens auch zu, wenn es darum geht, (außerhalb einer Nachfolgeregelung oder Übertragung) Positionen neu zu besetzen, die einen überproportional wichtigen Beitrag zum unternehmerischen Erfolg beisteuern. Eine unzureichende oder perspektivisch zu spät angegangene Nachfolgeplanung zählt nämlich zu den größten existenziellen Risiken, die einem Unternehmen in dessen Entwicklung überhaupt drohen und immer wieder einzelne Firmen in dramatische Schieflagen geraten lässt.Es wird in Deutschland immer schwieriger, angesichts des demographischen Wandels den geeigneten Nachfolger zu finden. Nicht jeder Unternehmer hat das Glück, das eigene Kind in den Betrieb integrieren zu können. Insoweit ist es oft sehr schade, wenn ein Unternehmen verkauft werden muss und ein Verkauf oft mit hohen Zugeständnissen insbesondere im Preis verbunden ist. Die Nachfolgeplanung fällt leichter, wenn der Unternehmer einige wichtige Aspekte berücksichtigt:Frühzeitige Nachfolgeplanung: Möglichst einen Stellvertreter aufbauen und mit notwendigen Interna (Passwörter, Zweitschlüssel) vertraut machen.

  • Ziele festlegen: Erhalt des Lebenswerks, Erweiterung des Unternehmens, Sicherung der Arbeitsplätze, Sicherstellung der eigenen Altersvorsorge.
  • Übergabemodell bestimmen: Verkauf, Verpachtung, Schenkung, Übertragung in Verbindung mit Abfindung, Rentenzahlung.
  • Suche eines Nachfolgers: Wie sollte der ideale Nachfolger aussehen? Welche fachlichen und menschlichen Eigenschaften sollte er haben? Nachfolgebörsen nutzen, Personalberater einbeziehen.
  • Unternehmenswert bestimmen: Wie ist der Stand des Unternehmens? Berechnung eines verlässlichen Unternehmenswerts. Gutachterliche Bewertung von Immobilien, Bewertung des Kundenstamms und des Good-Wills des Unternehmens. Konkurrenzsituation und Zukunftsperspektiven erfassen.
  • Übergabe festlegen: Gemeinsam mit dem Nachfolger ein Übergabemodell entwickeln, ihm mit Rat und Hilfe zur Seite stehen, eventuell einen Stufenplan für die Übergabe festlegen. Finanzierung und Businessplan erstellen. Bekanntmachung des Nachfolgers mit dem Kundenstamm. Einarbeitungszeit vereinbaren. Mitarbeiter in die Situation einbeziehen und die Grundlage für eine Vertrauensbasis zwischen Nachfolger und Belegschaft schaffen.

Nachfolge kostet neben Geld, auch vor allem eines: Zeit

Was sich möglicherweise für den einen Leser eher lapidar und für den anderen Leser sehr komplex anhört, ist eine ineinander greifende Kette von Abläufen. Und diese Abläufe und deren verzahntes Miteinander kann – bei allem Respekt vor dem Entschlossenheit, dem Wissen und dem Tatendrang von Unternehmern – wohl nur durch eine fachlich versierte und kompetente Begleitung realisiert und geleistet werden. Denn um sämtliche Aspekte einer Unternehmensnachfolge einerseits fundiert zu beurteilen und andererseits kontinuierlich zu beachten, müssen neben potentiellen familiären (also erbschaftsrechtlichen) Komponenten eben auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen und gesetzliche Richtlinien oder Vorgaben strikt berücksichtigt werden. Es sind also differenzierte Betrachtungsweisen notwendig, die aber ebenso nicht nur solitär ablaufen dürfen. Somit ist der berühmte Blick auf´s Ganze permanent wichtig.Darin eingeschlossen gilt ein besonderes Augenmerk hinsichtlich der Einbeziehung der vielfältigen Herausforderungen aus dem

  • Erbschaftsrecht
  • Steuerrecht
  • Gesellschaftsrecht

Je nach gewünschten Nachfolgeplanung und unter Berücksichtigung der geltenden Bestimmungen können so in der Tat relevante Entscheidungskriterien oder Umsetzungsoptionen für die komplette Regelung der Unternehmensnachfolge berücksichtigt oder genutzt werden.

Fazit: Unternehmer sind ja in gewissem Sinne stets „Männer der Tat“. Insofern empfiehlt die Erbmanufaktur, sich gerade in punkto Nachfolgeplanung rechtzeitig Gedanken zu machen. Und des weiteren sollte jeder „Betroffene“ sich dafür eben notwendige fachliche Expertise suchen und professionelle Unterstützung sichern. Denn nur der systematische und in diesem Sinne ganzheitliche Ansatz wird einer erfolgreichen Nachfolgeplanung als wirkliche „Chefsache“ gerecht werden können.

Die Erbmanufaktur mit Ihren Verbundpartnern hilft Ihnen gerne bei Ihrer Nachfolgeplanung. Setzen Sie sich einfach und unkompliziert mit uns per Kontaktformular, per Email: beratung@erbmanufaktur.de oder unter Tel. 03322 – 288 252 in Verbindung.

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